Lasergravierer für Metall: Faser, IR oder Diode mit Spray
Vier Wege, Metall zu Hause zu lasern (Okt. 2026): Faser-Galvo, IR-Modul mit 1.064 nm, CO2 oder Diode mit Markierungsmittel, und nur beschichtetes Metall.
Ein Lasergravierer für Metall ist ein Laser, dessen Licht das Metall tatsächlich absorbiert, in der Praxis also eine Faser- oder Infrarotquelle mit 1.064 nm. Blaue Dioden- und CO2-Laser werden ebenfalls als „Metallgravierer“ verkauft, aber sie wirken auf Beschichtungen oder auf ein Markierungsmittel, nicht auf das blanke Metall selbst.
Diese Seite vergleicht die vier Wege danach, was sie mit der Oberfläche machen, was sie im Oktober 2026 kosten und wie tief sie kommen. Wir haben keine Praxistests durchgeführt; Daten und Preise stammen aus den US-Shops der Hersteller (OMTech, xTool, Creality Falcon, Monport, Ortur) und deren veröffentlichten Materialhinweisen. Alle Preise sind US-Preise in Dollar; im deutschsprachigen Raum gelten eigene Preise und Modellvarianten.
Welcher Laser kann Metall gravieren?
Nur Laser mit etwa 1.064 nm gravieren blankes Metall direkt. Metalle reflektieren den größten Teil des blauen Lichts (450 nm) und des CO2-Lichts (10.600 nm), deshalb wirken diese Typen nur auf Beschichtungen oder mit einem Markierungsmittel.
| Weg | Was er mit dem Metall macht | Typische Kosten, Okt. 2026 | Am besten für | Grenzen |
|---|---|---|---|---|
| Faser-Galvo-Laser (1.064 nm, 20 bis 60 W) | Graviert, markiert, lässt an; MOPA ergänzt Farbe auf Edelstahl | 1.999,99 bis 5.299 $ | Seriennummern, Schmuck, Werkzeuge, Anhänger, Messer | Kleines Feld; schwach bei Holz und klaren Kunststoffen |
| IR-Modul mit 1.064 nm an einem Portalgerät (1,2 bis 5 W) | Leichte Oberflächenmarkierung auf blankem Metall | 299 bis 599 $ als Zusatzmodul (Ortur, xTool); 1.299 $ für den xTool F2 | Gelegentliche Namens- und Haustiermarken | Langsam; flach; keine tiefe Gravur |
| CO2 oder Diode plus Markierungsmittel | Verbindet eine dunkle, keramikartige Schicht mit der Oberfläche | Markierungsmittel plus Ihr vorhandener Laser | Schwarze Markierungen auf Edelstahl ohne neue Maschine | Vorbereitung und Reinigung; keine Tiefe |
| Blaue Diode oder CO2 auf beschichtetem Metall | Entfernt Eloxal, Lack oder Pulverbeschichtung | Ihr vorhandener Laser | Thermobecher, eloxierte Karten, lackierte Schilder | Das blanke Metall darunter bleibt unverändert |
Wenn Metall nur ein Nebenzweig neben Holzarbeiten ist, reichen ein IR-Modul oder ein Markierungsmittel. Wenn Metall das Geschäft ist, kaufen Sie einen Faserlaser. Markiermaschinen ohne Laser, etwa Diamant-Ziehstichel und Nadelpräger, vergleicht unser Ratgeber zu den Arten von Graviermaschinen.
Was ist der Unterschied zwischen Gravieren, Markieren, Ätzen und Anlassen?
Die Begriffe beschreiben, wie viel Metall der Laser bewegt. Gravieren trägt Material ab und hinterlässt eine fühlbare Vertiefung. Ätzen (beim Laser auch Schmelzgravur genannt) schmilzt eine sehr dünne Oberflächenschicht, sodass sie sich leicht hebt oder aufraut. Markieren ist jede sichtbare Veränderung, auch eine Verfärbung oder ein eingebranntes Markierungsmittel. Anlassen erhitzt Edelstahl oder Titan unterhalb des Schmelzpunkts, sodass sich eine Oxidschicht bildet; zurück bleibt eine glatte schwarze oder farbige Markierung praktisch ohne Materialabtrag.
Die Metallhinweise von OMTech halten fest, dass Anlassen kaum Material abträgt und sich für Teile eignet, deren Oberfläche intakt bleiben muss, während weichere Metalle wie Gold und Silber angelassen oft besser aussehen als graviert. Wenn ein Angebot sagt, ein Diodenlaser „graviert Metall“, ist fast immer das Markieren einer Beschichtung gemeint.
Lohnt sich ein Faserlaser für die Metallgravur?
Ja, wenn Sie jede Woche Metall markieren oder Metallartikel verkaufen: Ein Faserlaser graviert blanken Stahl, Messing, Aluminium und Titan direkt und schnell, ohne Vorbereitung. Das sind die Fasergeräte für Hobby und kleine Werkstätten, die wir im Oktober 2026 geprüft haben:
| Maschine | Quelle | Feld oder Arbeitsfläche | US-Preis, Okt. 2026 |
|---|---|---|---|
| OMTech MOPA 20 W, geteilte Bauweise | 20 W MOPA | 175 x 175 mm (6,9 x 6,9 Zoll) | 1.999,99 $ |
| OMTech Galvo 30 W, geteilte Bauweise | 30 W mit Güteschaltung | 175 x 175 mm (6,9 x 6,9 Zoll) | 2.199,99 $ |
| xTool F1 Ultra | 20 W Faser plus 20 W Diode | 220 x 220 mm | 2.999 $ |
| OMTech Solis Duo | 30 W Faser plus 20 W Diode | siehe Datenblatt | 3.099,99 $ |
| Monport Autoforge XPro | 30 W Faser plus 20 W Diode | siehe Datenblatt | 3.499,99 $ |
| OMTech MOPA 60 W mit Autofokus | 60 W MOPA | siehe Datenblatt | 3.599,99 $ |
| xTool F2 Ultra | 60 W MOPA plus 40 W Diode | siehe Datenblatt | 5.299 $ (4.299 $ nur MOPA) |
Geräte in geteilter Bauweise (Laserquelle und Kopf getrennt) sind offene Maschinen der Klasse 4 und brauchen ein Gehäuse oder passende Schutzbrillen. Faserquellen halten lange: OMTech nennt bis zu 100.000 Stunden.
Was ist ein MOPA-Faserlaser, und brauchen Sie einen?
Ein MOPA-Faserlaser ist ein Faserlaser mit einstellbarer Pulsdauer. Diese zusätzliche Kontrolle ermöglicht Farbmarkierungen auf Edelstahl, tiefschwarze Markierungen auf eloxiertem Aluminium und sauberere Markierungen auf manchen Kunststoffen. xTool bewirbt die Farbgravur als Funktion seines F2 Ultra mit 60 W MOPA.
Für Seriennummern, Logos auf Werkzeugen, Erkennungsmarken oder Messingschilder brauchen Sie kein MOPA; eine Standardquelle mit Güteschaltung und 20 bis 30 W erledigt das gut und kostet weniger. Wählen Sie MOPA, wenn Farbe auf Edelstahl, Schwarz auf eloxiertem Aluminium oder empfindliche Kunststoffe zu dem gehören, was Sie verkaufen.
Kann ein Infrarotmodul mit 1.064 nm auf einer Diodenmaschine Metall markieren?
Ja, leicht. Mehrere Hersteller von Diodenlasern verkaufen Infrarotmodule mit 1.064 nm, die sich an ihren Portalgeräten tauschen lassen und blankes Metall sowie manche Kunststoffe markieren, die blaues Licht nicht erreicht. Beispiele vom Oktober 2026:
- xTool-S1-IR-Modul mit 1.064 nm, 2 W: 599 $ als Zusatz oder als S1-plus-IR-Bundle ab 1.949 $.
- Creality Falcon A1 Pro, optional 2 W IR (1.064 nm, Festkörper): Creality nennt Gold, Silber, Messing, Eisen, Aluminium, Edelstahl und Titanlegierung.
- Ortur-IR-Modul mit 1,3 W (1.064 nm): 299 $.
- Creality-A1C-IR-Modul mit 1,2 W für die günstige A1C.
- xTool F2, tragbar: 5 W IR plus 15 W Diode, 1.299 $.
Mit 1,2 bis 5 W erzeugen diese Module langsam Oberflächenmarkierungen. Sie ersetzen keine Faserquelle ab 20 W, wenn Sie Tiefe, Tempo oder Stückzahlen brauchen.
Kann ein Dioden- oder CO2-Laser Metall mit Markierungsspray gravieren?
Er kann es markieren. Ein Markierungsmittel wie LaserBond 100 wird auf sauberes Metall gesprüht oder gepinselt, getrocknet und dann gelasert: Der Strahl verschmilzt das Mittel mit der Oberfläche, das nicht belichtete Mittel wird abgewaschen, und zurück bleibt eine dunkle, haltbare Markierung. LaserBond nennt Edelstahl, Aluminium, Messing und Kupfer unter den empfohlenen Metalloberflächen, dazu Glas, Keramik und Stein.
Die Anleitung von OMTech zur Metallgravur mit CO2 beschreibt dieselben Schritte: entfetten, eine dünne, gleichmäßige Schicht auftragen, vollständig trocknen lassen, lasern, dann reinigen. Das Ergebnis ist eine eingebrannte Markierung ohne Tiefe; sie passt zu Schildern, Plaketten und Bechern aus blankem Stahl, nicht zu Seriennummern, die Abnutzung überstehen müssen. Prüfen Sie auf dem Etikett des Mittels, ob es zu Ihrem Lasertyp und Ihrer Leistung passt.
Welche Metalle lassen sich am leichtesten lasergravieren?
Beschichtete und eloxierte Metalle sind am leichtesten, und unter den blanken Metallen ist Edelstahl am leichtesten. Grob nach Schwierigkeit für Hobby-Anwender geordnet:
- Eloxiertes Aluminium: Jeder Lasertyp kann die gefärbte Schicht entfernen und das helle Metall freilegen. Visitenkarten und Erkennungsmarken beginnen hier.
- Pulverbeschichteter Stahl (Thermobecher, Flaschen): Diode, CO2 und Faser entfernen alle die Beschichtung. Siehe unseren Ratgeber zur Thermobecher-Gravur für Drehachsen-Setups.
- Edelstahl: Faser graviert und lässt ihn an; IR-Module markieren ihn; Diode und CO2 brauchen Markierungsmittel.
- Messing: Faser graviert sauber; IR-Module markieren leicht.
- Blankes Aluminium und Kupfer: stark reflektierend; Faser funktioniert, aber die Markierungen sind heller und brauchen mehr Durchgänge.
Für Startwerte zu Leistung und Geschwindigkeit bei eloxiertem Aluminium, Pulverbeschichtung und Edelstahl nutzen Sie den Lasermodus unseres Rechners für Lasereinstellungen.
Wie tief kann ein Hobbylaser Metall gravieren?
Hobbylaser gravieren Metall in dünnen Schichten, die Tiefe ist also eine Frage von Durchgängen und Zeit. OMTech nennt für seinen 60-W-MOPA-Faserlaser etwa 0,1 mm pro Durchgang; Quellen mit 20 und 30 W tragen pro Durchgang weniger ab. Ein erhabenes oder vertieftes Logo mit 0,3 bis 0,5 mm Tiefe bedeutet viele Durchgänge und ein heißes Werkstück; lassen Sie es abkühlen, bevor Sie es anfassen.
IR-Module mit 1,2 bis 5 W und Markierungsmittel erzeugen praktisch reine Oberflächenmarkierungen. Wenn Sie eine Markierung brauchen, die Sie mit dem Fingernagel spüren, planen Sie einen Faserlaser ein.
Kann ein Hobbylaser Metall schneiden?
Nur sehr dünnes Blech. xTool gibt an, dass der 20-W-Faserlaser im F1 Ultra bis 0,4 mm Messing, 0,3 mm Edelstahl und 0,2 mm Aluminium schneidet und dass der F2 Ultra mit 60 W MOPA bis 2 mm Messing, Edelstahl oder Aluminium schneidet. F2 und F2 Ultra UV schneiden überhaupt kein Metall; unser Ratgeber zum UV-Lasergravierer erklärt, wofür UV-Geräte mit 355 nm stattdessen da sind.
Das ist der Bereich von Schmuck und Intarsien. Für Halterungen, Schilder und Teile aus 1 bis 6 mm Stahl kostet ein CNC-Plasmaschneidtisch weniger und schneidet viel schneller. Faserlaser-Schneidanlagen im Kilowattbereich gibt es, aber sie sind Industriemaschinen zu Industriepreisen.
Darf man Waffenteile zu Hause lasergravieren?
Die rechtlichen Regeln liegen in der Verantwortung des Besitzers, und wir geben keine Rechtsberatung. Zur Einordnung: In den USA verlangt die Bundesvorschrift 27 CFR 478.92, die für lizenzierte Hersteller und Importeure gilt, dass Seriennummern mindestens 0,003 Zoll (etwa 0,076 mm) tief und in einer Schrift von mindestens 1/16 Zoll (etwa 1,6 mm) Höhe markiert werden.
Diese Tiefe ist für einen Faserlaser mit mehreren Durchgängen erreichbar, für ein IR-Modul oder ein Markierungsmittel in der Regel nicht. In Deutschland, Österreich und der Schweiz regeln die jeweiligen Waffengesetze die Kennzeichnung, und Arbeiten an Schusswaffen und ihren wesentlichen Teilen unterliegen dort strengen Vorgaben. Prüfen Sie die geltenden Vorschriften und fragen Sie im Zweifel die zuständige Waffenbehörde, bevor Sie eine Schusswaffe markieren.
Wie arbeiten Sie bei der Metallgravur mit dem Laser sicher?
Faser- und IR-Licht mit 1.064 nm ist unsichtbar, und Metalloberflächen reflektieren es; offene Geräte brauchen daher Schutzbrillen für 1.064 nm mit OD5 oder höher. Monport etwa verkauft OD7-Brillen für 1.064 nm für 45 $. Brillen für blaue Dioden schützen nicht bei 1.064 nm, sofern das Etikett diese Wellenlänge nicht nennt. Beschichtungen und Markierungsmittel setzen beim Lasern Dämpfe frei; leiten Sie sie ab oder filtern Sie sie wie bei Holz.
Metall erhitzt sich bei tiefen Durchgängen, und beschichtete Becher können Wärme stauen. Unser Ratgeber zur Lasersicherheit behandelt Brillenkennzeichnungen, Laserklassen und Dämpfe.
Für wen ist dieser Ratgeber nicht gedacht?
Dieser Ratgeber ist nichts für alle, die Blechteile dicker als etwa 2 mm schneiden müssen: Das ist eine Aufgabe für einen Plasmatisch. Er ist auch nicht für Betriebe gedacht, die industrielle Faserlaser-Schneidanlagen kaufen, und nicht für Menschen, die nur Holz und beschichtete Becher gravieren; dafür reicht ein gewöhnlicher Diodenlaser. Rost und Lack von Metall zu entfernen ist wieder eine andere Aufgabe; siehe unseren Ratgeber zum Laserreinigungsgerät. Beginnen Sie mit unserem Vergleich Dioden- vs. CO2- vs. Faserlaser, wenn Sie noch einen Lasertyp auswählen, oder mit unseren Empfehlungen für Einsteiger, wenn Metall nur ein Nebenzweig ist.
Häufige Fragen
Schnelle Antworten auf die häufigsten Leserfragen
Kann ein Diodenlaser Metall gravieren?
Ein blauer Diodenlaser kann kein blankes Metall gravieren; Metalle reflektieren sein Licht mit 450 nm. Er kann Eloxal, Lack und Pulverbeschichtung entfernen und ein Markierungsmittel auf Edelstahl einbrennen. Für blankes Metall rüsten Sie ein Infrarotmodul mit 1.064 nm nach oder nutzen einen Faserlaser.
Wie lässt sich Edelstahl am günstigsten lasergravieren?
Mit einem Dioden- oder CO2-Laser, den Sie schon besitzen, plus einem Markierungsmittel wie LaserBond 100. Das Mittel verbindet sich als schwarze Markierung mit dem Stahl. Das bedeutet einen zusätzlichen Beschichtungsschritt und schneidet nicht ins Metall, ist also keine tiefe Gravur.
Wie tief kann ein Faserlaser gravieren?
Die Tiefe entsteht Durchgang für Durchgang. OMTech nennt für seinen 60-W-MOPA-Faserlaser etwa 0,1 mm pro Durchgang; schwächere Faserlaser tragen pro Durchgang weniger ab. Tiefe Gravuren ab 0,5 mm brauchen viele Durchgänge und Zeit.
Kann ein Hobbylaser Metall schneiden?
Nur dünnes Blech. xTool gibt für den 20-W-Faserlaser im F1 Ultra 0,4 mm Messing, 0,3 mm Edelstahl und 0,2 mm Aluminium an, für den 60-W-MOPA-F2 Ultra 2 mm. Um zu Hause echte Stahlplatten zu schneiden, ist ein CNC-Plasmaschneidtisch das Werkzeug.
Brauche ich für einen Faserlaser eine spezielle Brille?
Ja, bei jedem offenen Fasergerät. Der 1.064-nm-Strahl ist unsichtbar, eine Reflexion kündigt sich also nicht an. Tragen Sie eine Brille, die für 1.064 nm mit OD5 oder höher gekennzeichnet ist; Brillen für 450-nm-Dioden schützen nicht bei 1.064 nm, sofern das Etikett nicht beide nennt.